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Where the streets have no name

Ich habe einen Ohrwurm. Wie so oft, wenn ich Fahrrad fahre. Zu C.s Leidwesen handelt es sich bei den Liedern in meinem Kopf meistens um Werke der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, und außerdem singe ich laut mit (…einmal kurz aufs Gas und schon bin ich da-da…). Das war am Sonntag, als die Schicke Mütze zu “Schotter, Kies & Moos 2019 – die Gravelrunde in Düsseldorf” eingeladen hatte, anders. Aus gegebenem Anlass klingelte U2 durch mein Hirn. The city’s a flood Ehrenflamingo Martin und ich erhalten im Mützenhof letzte Instruktionen (für unterwegs) und Ventilkappen (für den Fährmann) und rollen in das graue Düsseldorfer Nass. Wir verirren uns bereits auf der Graf-Adolf-Straße, weil der Dauerregen mein Wahoo-Display überschwemmt. Erstaunlicherweise cruisen wir schon vor dem Grafenberger Wald über erste Gravelpassagen. Weniger hingegen erstaunt mich die Tatsache, dass Wasser bereits jetzt aus meinen Schuhen schwappt und die Windjacke unschön an meinen nackten Armen klebt. Doch ich weiß ja: Crosser sind die Härtesten und wenigstens ist es recht warm. I want to feel sunlight on my face Sonnenschein geht anders, aber auf unserem …

Geschafft!

22. Juni What’s App von Mama: Sie schickt mir eine Reihe vorwurfsvoll dreinblickender Emojis und teilt mir mit, dass sie meinen Plan, bei Düsseldorf300 mitzufahren, nicht gutheißt. Ich schwöre, Vernunft walten zu lassen und habe sogar ein Motto für den Tag: „Kräfte sparen, regelmäßig essen und viel trinken.“ 23. Juni, 5 Uhr, im Hof der Schicken Mütze Ich tanke Espresso, greife meine prall gefüllte Startertüte ab und checke nochmal mein Handy. Mamas Emojis gucken jetzt besorgt; einige weinen. Ich soll gut auf mich aufpassen. Ehrenflamingo Martin wünscht mir „langanhaltenden Spaß“ und Maren schreibt „Vergiss nicht, du kannst alles am besten!“ Ich tippe auf den Wahoo Elemnt Bolt, den ich extra für die große Tour von Konrad leihen durfte (nochmals vielen Dank an dieser Stelle) und rolle in der milden Morgenluft Richtung Kö. Kaum ein Auto, dafür rote Ampeln und zeternde Halsbandsittiche. Bereits am Grafenberger Wald lasse ich Heiner und Ulrike ziehen und ich kurbele in meinem Wohlfühltempo weiter aus der Stadt heraus. Knittkuhl/Wülfrath … und Berge hinauf! Berge! Ein Paradies! Hier war ich noch nie. …

Wir sind viele, ich bin alle

Yay, Cyclingworld in Düsseldorf! Selbstverständlich haben die Radflamingos gemäß ihres Wahlspruchs „Ich kann alles am besten“ monatelang herumtrompetet: Um 10 Uhr mit der Schicken Mütze und der ehemaligen Profi-Rennradfahrerin Iris Slappendel ausfahren. Dann chillen und schauen auf der Messe und abends – natürlich – Teilnahme am Cyclocrossrennen. Soweit der Plan. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen vermutete ich das Messegelände übrigens in Grafenberg. Dass das eventuell gar nicht stimmt, fiel mir um 9.28 Uhr in Flingern-Nord auf. Ein Glück war die Stadt noch leer und meine Beine voller Körner, sodass ich mit Quentin einen rekordverdächtigen Sprint Richtung Meerbusch unternahm und tatsächlich pünktlich mit etwa 40 anderen Frauen die Ausfahrt starten konnte. Und die war einfach klasse! Frauenbewegung Rennrad galore! Im Riesenpeloton rollten wir dahin, und im Vorbeirauschen hörte ich den erstaunten Ausruf eines Fußgängers: „Das sind ja alles Frauen!“ Ganz genau. Sind wir. Und wir sind viele. Und sehr bunt außerdem. Dazu trugen auch die Radklamotten von Iris bei (die ich an dieser Stelle schamlos bewerbe), die es natürlich in der Schicken Mütze (die ich ebenfalls leidenschaftlich …

Überwintern mit den Radflamingos. Teil 2: Die Gruppenausfahrt.

In unserer tollen neuen Blogserie “Überwintern mit den Radflamingos” habe ich dann direkt mal ausprobiert, wie es ist, mit einer großen Gruppe dem Herbstwetter zu trotzen. Am Sonntag startete die Schicke Mütze ihre Winterausfahrt-Serie mit dem hübschen Namen Winterschlampenparade über niederrheinische Wirtschaftswege. Eine super Idee eigentlich, sich gemeinsam durch die dunkle, kalte Jahreszeit zu retten. Die Idee ist “Gute Laune bei schlechtem Wetter!”. Immer sonntags um 11 Uhr treffen sich die Winterschlampen an den Rheinterrassen am Josef-Beys-Ufer in Düsseldorf. Manchmal gibt es wohl besondere Highlights. Heute eine Suppe im Anschluss. Bestimmt gibt es solche Winterausfahrten auch in anderen Regionen. Schreibt sehr gerne eure Tipps und Ideen in die Kommentare! *** Nun notiere ich noch schnell meine erste Fahrt in der Winterschlampenparade und möchte als allererstes und in ewiger Dankbarkeit einem tapferen Menschen danken, dessen Namen ich nicht buchstabieren kann, aber er erklärte die Aussprache mit dem Fechterwort “En garde!”. Er hat mir ein paar ziemlich schlaue Prinzipien zum Dranbleiben im Wind bei Gruppenfahren erklärt – die mir wirklich ganz und gar nicht klar waren – und zwar während er mich, abgeschlagen vom …

Schmutzige Fotos von schmutzigen Rädern

Am letzten Samstag war ich das zweite Mal mit der Schicken Mütze zum Stutenbeiken unterwegs. Anlass war Braver Than The Elements. War richtig super! Danach sah die arme Lexi allerdings sooooo aus. Ich habe sie im Garten mit dem Gartenschlauch gesäubert. Sie hat noch ziemlich lange getrieft. Ich hoffe, ich habe ihr keinen Schaden zugefügt. Also es macht schon Spaß, so im Schlamm zu wüten. Wahrscheinlich muss ich mal Cyclocross ausprobieren. Da gibt es ja grad so hübsche 90er-Style-Rahmen. Schon mal für den nächsten Winter sparen.

Gruppenfahrt-Premiere

Zuerst bin ich auch nur mit Dominik durch die Gegend gedüst. Er hat nämlich einen guten Orientierungsinn, also so’n Navi-Garmin, das auch Strava-Segmente kann. Es piepst – mein Signal für “Wir treffen uns an der nächsten Brücke” – und er rast los. Dann fahre ich ebenfalls ambitioniert, aber mit hohem Puls, hinterher. Für Frauen ist es echt nett mit diesen Segmenten, denn auf 135 Männer, die die Strecke fahren kommen nur 8 Frauen, die sich dann ihr Profil mit kleinen digitalen Pokälchen und Krönchen verzieren. Befriedigend, finde ich. Doch bin ich ja noch eine echte Anfängerin auf dem Rennrad. Um die 350 km habe ich seit August darauf zurückgelegt. Bisher bin ich noch nie alleine gefahren. Das scheint mir auch eine größere Herausforderung zu sein, denn ich verfahre und verlaufe mich so oft. “Lalala, guck mal Schafe, oh, da hinten tolles Abrisshochhaus, lass mal da lang, da gibt es veganes Eis.” Und schwupps, bin ich verloren gegangen. Dann letzte Woche, tatsächlich, da ich beim Radfahren immer so viel Denken und Quatschen muss und es immer auf Kaffeekuchen hinausläuft, verkündet er, eigene Pläne für Sonntag zu …