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Der Weg ist das Ziel (Teil 1)

C. und ich haben einen Fahrradurlaub eine Bikepackingtour geplant, die uns vom Niederrhein bis nach Freiburg führen soll. An einem sonnigen Julisonntag radeln wir los. 1. Etappe: Kempen – Jülich (63 km) Die Wettermenschen haben nicht gelogen. Als C. und ich einen Tag später als geplant aufbrechen und durch Mönchengladbach rumpeln, müssen wir ständig umgewehten Ästen und zersplitterten Baumstämmen ausweichen. Wenigstens sind die taubeneigroßen Hagelkörner inzwischen geschmolzen. Auch sonst ist Mönchengladbach in jeder Hinsicht eine Zumutung – allem voran die Radwege. Unserem seelisch wie körperlichem Leiden setzt meine beste Freundin Tina mit einem fantastischen Empfang in Jülich rasch ein Ende. Sie verwöhnt uns mit eiskaltem Aperol Spritz und frischem Grillgut auf der sonnenbestrahlten Terrasse. Wir bewundern die neuen Familienmitglieder Sissy und Goldi (ein Meerschweinchenpärchen, das mit einem ähnlich großen Appetit gesegnet ist wie wir) und chillen uns durch den Abend. 2. Etappe: Jülich – Monschau (71 km) Unsere Routenführung funktioniert zuverlässig. Doch vor die Idylle des Vennbahnradwegs hat die Geografie noch einige Orte gelegt, die uns schneller trampeln lassen (ausdrückliche Ausnahme: Kornelimünster! Sehr niedlich). Abenteuerlich geht …

Habemus Höhenmeter

Ich habe die Eifel gemeinhin unterschätzt. Bis vor vier Tagen habe ich sie mir als ein düsteres, unwirtliches, bergiges Etwas voller dunkler Tannen vorgestellt, in dem eine Handvoll verschrobener Menschen in biederen Häusern wohnt. Wer hinfährt, hat Glück, wenn er überhaupt zurückfindet. Eine Folge der Serie “Pastewka” unterstreicht meinen Eindruck noch. Es ist wie das Bergische Land (düster, Schiefer, Regen) und das Sauerland (weiß man da eigentlich Genaueres?) gleichzeitig. Ich möchte mich in aller Form entschuldigen. Die Eifel ist total schön! Das erstaunt mich selbst am meisten. Aber C. und ich haben das verlängerte Wochenende mit unseren Rennrädern in Prüm verbracht und sind total angetan. Et voilà, mein Eifel-Rennrad-Erlebnis-Brückentag-Wochenende: Also zuerst hatte ich ein bisschen Angst. Ich glaube, C. auch. Allein um aus Prüm heraus auf unsere Route zu kommen, geht es krass bergauf. Wenn ich hier wohnen würde, hätte ich auf jeden Fall ein E-Bike! Wie machen die das? Endlich biegen wir auf eine ruhige Nebenstraße ab. Es wird noch steiler. Ohne Ansage. Stelle fest, dass nur zweistellige Steigungen als Schilder angezeigt werden. Oben reicht der …