Unterwegs
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Prolog: Pack ma’s

C. und ich planen einen Fahrradurlaub. Ich beschließe, dass er uns nach Freiburg führen soll. Bayern fällt leider aus, weil C. schon einmal vom Niederrhein dorthin geradelt ist. Ich tippe bei Komoot „Kempen – Freiburg im Breisgau“ ein. „Themenrouten und schöne Strecken bevorzugen?“ Ich klicke „Ja“. C. und ich legen noch grob unsere Etappenziele fest und modifizieren die Strecke so, dass sie uns an der Saarschleife vorbeiführt. Die möchte ich gern mal sehen. Wir laden alles auf unsere devices. Zack. Done.

Sorgfältige Streckenplanung ist das A und O für eine gelungene Tour!

Jetzt noch das equipment. Maren hat mir ihre komplette Bikepacking-Ausrüstung geliehen (Danke nochmal an dieser Stelle! Ihr cooles Solo-Abenteuer lest Ihr übrigens hier)! Ich schnalle und schnüre alle Gerätschaften probeweise an Quentins Rohren und Streben fest.

Auch beim Bikepacking macht Quentin eine exzellente Figur!

Auf Instagram sieht das immer so stylish aus. Doch ich bin nicht überzeugt, am wenigsten von der Satteltasche. Sie hängt schlapp nach unten und schleift. Außerdem passen da doch keine Klamotten für zwei Wochen rein! Und das bei meinem minimalistischen Pack-Ethos.

Was ich für Instagram packe.

Gott sei Dank hat Maren mir auch einen Gepäckträger geliehen! C. hilft mir beim Dranschrauben und bringt mir seine 20 Jahre alten Ortlieb-Satteltaschen, die kleinen für vorn. Perfekt! Sofortiger Zugriff möglich; trotz Frontlader-Format ist sogar noch massig Platz übrig. Als „Handtasche“ für Tagebuch, Geldbörse und Riegel nutze ich einen wasserdichten Beutel zum Zusammenrollen, den ich quer über die Taschen klemme.

Die Oberrrohrtasche findet Gnade, auch wenn ich die Trinkflasche nur noch beherzt fummelnd herausziehen kann (die Option „Flaschen-Tasche/Snackbag“ am Lenker scheidet leider aus, weil sie das Lenken und Bremsen erheblich beeinträchtigt).

Was ich tatsächlich mitnehme.

Jetzt also nur noch packen. Easy. Mehr aus Reisefieber denn aus Akribie habe ich im Juni sogar eine Liste erstellt. Ich rolle die von mir als notwendig und nützlich erachteten Klamotten zusammen (rechte Tasche Fahrradsachen, linke Tasche Freizeitsachen) und verstaue Regenjacke, Windweste, Arm- und Beinlinge in der Oberrohrtasche. Licht und Flickzeug wie gehabt in die kleine Satteltasche.

C’est tout!

Ich widme mich C., der Unterstützung gebrauchen kann. Zugegeben, mit einer Körperlänge von 1,90 m und Schuhgröße 48 ist es ein klein wenig schwieriger, sich auf ein geringes Packmaß zu beschränken. C. stiert verzweifelt auf den kompletten Inhalt seines Kleiderschranks, den er auf unserem Esstisch  ausgekippt hat. Ich weise ihn freundlich darauf hin, dass zwei Ersatz-Badehosen wohlmöglich übertrieben sind und formuliere vorsichtige Ich-Botschaften: „Falls es kalt wird, habe ich ein Hoodie und eine Jeans dabei“ oder „Ein T-Shirt und eine kurze Hose reichen mir“.

C. benötigt offensichtlich Hilfe beim Packen.

Endlich! C. verstaut alles in Plastiktüten, die er beschriftet („Für mehr Überblick“), die er wiederum in seinen großen, alten, knallroten Ortlieb Radtaschen packt. Ein Beutel fasst Fahrradreparaturgedöns, die Lenkertasche Kleinzeug sowie unser Touren-Maskottchen Hans, das Sockentier.

Immer dabei: Hans, das Sockentier.

Gepackt! Bereit! Aufgeregt! Wir können losfahren! Spoiler: Können wir nicht. Ein heftiges Unwetter ist angesagt. C. und ich glauben den Wettermenschen und verbringen deshalb noch einen chilligen Urlaubstag am Haus. War das Warten gerechtfertigt? Was hat es mit pinken Eiswürfeln auf sich? Und wo kommen die Meerschweinchen her? Stay tuned! 

Bald geht’s loooohooos!

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Ich bin Annette (43) und radel gern mit Ranger, Bonnie, Quentin und Schnurri durch die Gegend. Ansonsten arbeite ich als Journalistin und Autorin und trinke gerne Kaffee. Am liebsten in netter Gesellschaft. Seit drei Jahren habe ich ein ernstzunehmendes Radsportproblem.

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