Erkenntnisse
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Sinnlich und meditativ

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Meine offizielle Version ist ja, dass ich mir ein Rennrad zugelegt habe, um den Kopf frei zu fahren. Um durch gleichförmige Bewegung meine Hirnhälften zu synchronisieren. Vielleicht auch, um mich abzuhärten. Für den rauen Alltag im Atelier.

Julia Cameron beschreibt in ihrem 12-Wochen-Kurs-Buch “Der Weg des Künstlers”, einem Ratgeber-Klassiker für Kreative, wie Ausdauersport den musischen Prozess fördert:

“Kreativität erfordert Aktivität. (…) das Ziel besteht darin, sich mit der Welt außerhalb zu verbinden, um die Selbsterforschung aufzugeben. (…) den Geist mehr als den Körper zu dehnen, wobei die Betonung nicht auf dem Fitnessaspekt liegt. Wenn Sie Ihre Pedale rhythmisch und wiederholt auf und nieder treten, füllen Sie den Brunnen Ihrer Kreativität wieder auf. Lösungen (für Designprobleme) kommen einfach zu Ihnen und die Dinge beginnen, sich an ihren Platz zu fügen.”

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Julia Cameron beschreibt in diesem Kapitel den sinnlichen und meditativen Aspekt des Radfahrens über die Attribute Alleinsein, das schwarze Asphaltband, Stille, Wind und den blauen Himmel.

Und so ist es ja tatsächlich: Ein Perspektivwechsel, eine simple Bewegungsmeditation, ausgelöst durch eine sich wiederholende Handlung, die die Hirnaktivität vom logischen Denken in die kreative, ganzheitliche Denkweise verlagert. “Von der Stagnation zur Inspiration, vom Problem zur Lösung, vom Selbstmitleid zur Selbstachtung.”

Und nen strafferen Po macht es dann als Bonus.

 

 

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Hallo, ich bin Mareike (36), Illustratorin aus Duisburg. Ich fahre chaotisch-ambitioniert auf meinem neuen Rennrad. Überlege, Rad-Aktivistin zu werden, während ich mit Kater, Mann und Kaffee auf dem Sofa rumlümmel.

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