Kleiderschrank
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Mich friert

Mich würde brennend interessieren: Was zieht Ihr denn so beim Radeln an, wenn es kalt wird? Ich friere ja sehr schnell. Gerne an den Füßen. Und Fahrtwind an den Ohren mag ich schonmal gar nicht. Immerhin habe ich da ein paar Strategien entwickelt. Mit dem Effekt, dass es in den kühleren Jahreszeiten ein bisschen länger dauert, bis ich startklar bin.

Prio Nummer Eins: Ohrwolle. Jawohl. Lacht nur. Eine super-duper Erfindung. Man zieht sich kleine Fitzelchen zurecht, steckt sie ins Ohr und hat keinen Ärger mit bösem Fahrtwind oder gar Kälte. Übrigens auch super zum Joggen oder bei Strandspaziergängen mit Windstärke geeignet.

Auf den Kopf kommt natürlich ein Tuch. Oder, im Winter, eine flauschige Fleecemütze.

Je nach Temperatur zwiebele ich mich dann in verschiedene Schichten: Funktions-Top, Skiwäsche. Dann meine Winterradelhose von Löffler. Wirklich kuschelig und winddicht. Darüber ein Uralt-Joggingshirt, das wirklich nicht mehr hübsch ist. Dafür hat es nur 20 Euro gekostet und hält seit Jahren sämtliche Werbeversprechen. Dann ziehe ich noch Freerider-Shorts drüber. Und eine Jacke. Und Stutzen, damit die Knöchel warm bleiben. Und Neopren-Booties. Für warme Füße. Buff-Tuch für den Hals. Und Handschuhe.

Allerdings habe ich noch keine gefunden, die meinen Ansprüchen genügen. Sie sollen nämlich bitteschön weit über das Handgelenk ragen, denn es ist doch nichts blöder als zu knappe Handschuhe. Dann liegt zwischen Ärmel und Handschuh immer ein Stückchen Haut frei. Geht gar nicht! Habt Ihr Tipps?

Und ansonsten gilt – nach der Tour durch die Kälte muss man sich halt ordentlich aufheizen. Sauna wäre natürlich cool. Aber ein leckerer Ingwer-Trunk tut’s auch. Vorzugsweise einzunehmen auf dem Sofa, mit Wärmflasche und Profikuscheldecke im Anschlag.

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Ich bin Annette (42) und radel gern mit Ranger, Bonnie und Schnurri durch die Gegend. Ansonsten arbeite ich als Journalistin und Autorin und trinke gerne Kaffee. Am liebsten in netter Gesellschaft. Seit zwei Jahren habe ich ein ernstzunehmendes Radsportproblem.

4 Comments

  1. mareike says

    Das kann ich mir jetzt bildlich vorstellen, wie Du als dickes Paket auf Deinem Rädchen sitzt. Hihihi.
    Dieses Jahr an Neujahr haben wir eine Radtour gemacht. Ich hatte so Angst zu frieren, dass ich einen kanariengelben Schlauchschal aus Angorawolle als Nierenschoner übergezogen habe. Sah vielleicht lustig aus, aber als ich mitten in Essen-Kettwig durch einen Sektflaschenscherbenhaufen gefahren bin – nicht extra – und meinen Reifen zehnfach perforiert habe, hat sich mein kleiner Hack als sehr wärmend erwiesen.

  2. Denise says

    Tchihihi, ich kann mir das auch gerade richtig gut vorstellen. Da komme ich aber nur beim lesen schon ins schwitzen.
    Mir persönlich reicht eine Thermohose – sogar ganz ohne Skiunterhose und trage einfach lange Socken drüber.
    Pflicht sind jedoch Überschuhe! Als ich noch unerfahren war, hab ich nur ein Mal diesen Fehler begangen ohne Überschuhe zu fahren! Ich dachte ich wäre Barfuß den Mount Everest erklommen und würde einige Zehen verlieren.
    Liebe Grüße
    Obenrum reicht ein Radunterhemd (ggf. mit Windstopper), ein langes Hemd und dann eine gut gefütterte Jacke und ein Buff, für das erfrierende Kinn.
    Für die Ohren nehme ich die guten alten Stirnbänder oder auch mal nen Buff. Denn ich liebe den Fahrtwind in den Ohren.
    Bei den Handschuhen bin ich mit ganz normalen glücklich. Bis 8 – 10 Grad reichen mir auch dünne lange Handschuhe.

    • Mareike says

      Hi Denise,
      Danke für Deine Ideen!!! Ich habe mir jetzt (schon fast) ein langes Unterhemd zugelegt mit Rollkragen. Überschuhe liebe ich auch sehr. Die sehen auch immer so witzig spacig aus 🙂
      Liebe Grüße
      Mareike

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