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Le Berg

C., ich und unser Gastsohn Micah haben die Herbstferien in Südfrankreich verbracht. Der Plan: sehr viel vin trinken, sehr viel essen, sehr alte Gebäude anschauen und dem Gastsohn ein bicyclette leihen und hübsch entspannt durch die Provence radeln. Mit uns auf den Rennrädern wäre das wohl ein bisschen zu flott. Also kamen Schnurri und Paula (C.s sonnengelbes Trail-Alltags-Cross-Rad) mit. So ganz ist das Gastkind noch nicht mit unserer Fahrradmanie gesynct, also stiegen wir an einem windstillen, grauen Mittwoch gegen 13 Uhr allein ins Auto, um die Räder in Ventoux-Nähe wieder auszupacken und eine Tour um den Berg herum  zu machen. C. hat diverse Strecken auf den Garmin gespeichert. Aber eigentlich. Jetzt wo wir eh zu Zweit sind. Dann können wir doch. Wie wir ursprünglich wollten. Und plötzlich stehen unser Auto, wir und die Fahrräder in Bédoin am Fuß des sagenumwobenen Mont Ventoux. Kilometer 20 “Bis zum Gipfel sind es 20 Kilometer”, sagt C. Auch die Strecke bis nach oben steckt in seinem Garmin. Was das bringen soll, ist mir rätselhaft. Schließlich geht es nur geradeaus. Und hoch. Aber ha! 20 Kilometer sitze …

Hoch hinaus (Teil 2)

C. und ich waren im Urlaub. Bayern, Südtirol, Österreich. Mit den Rennrädern – und ohne zu wissen, wo wir abends schlafen würden. Abenteuer pur! Tag 5 Wir fahren nur bergab. Vorbei an dem See, in dem gerade ein Kirchturm untergeht. Ich atme reinstes Reizklima, und wir freuen uns über den fantastisch ausgebauten und ausgeschilderten Radweg Richtung Süden. Kurz vor dem ersten “richtigen” Südtiroler Dörfchen überfahre ich eine Amsel, die sich in selbstmörderischer Absicht in mein Vorderrad wirft. Ich bin traumatisiert, weine ein bisschen und beerdige den armen Vogel am Wegesrand. C. steht mir bei und sagt, dass ich nichts dafür könne und mich nicht schuldig fühlen solle. Wir rollen weiter bis Glurns, wo wir unseren ersten italienischen Cappuccino zu uns nehmen. Aus uns unverständlichen Gründen schmecken sämtliche Kaffeezubereitungen südlich der Alpen immer immer immer besser als zuhause. Obwohl das Dorf wirklich niedlich ist, und Mareike und D. uns hier ein tolles Hotel empfohlen haben, radeln wir weiter. Ist ja noch früh. Da wir so unglaublich trainiert und motiviert sind, würden wir gern bis Meran fahren. Mindestens. Doch …

Habemus Höhenmeter

Ich habe die Eifel gemeinhin unterschätzt. Bis vor vier Tagen habe ich sie mir als ein düsteres, unwirtliches, bergiges Etwas voller dunkler Tannen vorgestellt, in dem eine Handvoll verschrobener Menschen in biederen Häusern wohnt. Wer hinfährt, hat Glück, wenn er überhaupt zurückfindet. Eine Folge der Serie “Pastewka” unterstreicht meinen Eindruck noch. Es ist wie das Bergische Land (düster, Schiefer, Regen) und das Sauerland (weiß man da eigentlich Genaueres?) gleichzeitig. Ich möchte mich in aller Form entschuldigen. Die Eifel ist total schön! Das erstaunt mich selbst am meisten. Aber C. und ich haben das verlängerte Wochenende mit unseren Rennrädern in Prüm verbracht und sind total angetan. Et voilà, mein Eifel-Rennrad-Erlebnis-Brückentag-Wochenende: Also zuerst hatte ich ein bisschen Angst. Ich glaube, C. auch. Allein um aus Prüm heraus auf unsere Route zu kommen, geht es krass bergauf. Wenn ich hier wohnen würde, hätte ich auf jeden Fall ein E-Bike! Wie machen die das? Endlich biegen wir auf eine ruhige Nebenstraße ab. Es wird noch steiler. Ohne Ansage. Stelle fest, dass nur zweistellige Steigungen als Schilder angezeigt werden. Oben reicht der …