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Schnurri, Schlamm und Schweinehund

Gut, mein Rennrad habe ich aus wettertechnischen Gründen vernachlässigt. Aber weder Winter noch Marathontraining können eine Entschuldigung dafür sein, mein Mountainbike in der Garage hängen zu lassen. Zumal ich auch für Schnurri einen megabreiten Specialized-Sattel bestellt habe. Und schon länger spielte ich mit dem Gedanken, endlich mal an der Mädelsrunde teilzunehmen, die die Duisburger Cycle Culture Company samstags anbietet. Diesen Samstag also, beschließe ich. “Regen! Schneeschauer! Arktische Kälte! Auf keinen Fall!”, beschließt mein Schweinehund. Dann weht und wütet auch noch Orkan Friederike. “Findet die Tour überhaupt statt?”, frage ich deshalb vorsichtig nach. Holger von der Cycle Culture Company schreibt zurück, dass “unser” Waldgebiet freigegeben sei und die Mädelsrunde deshalb stattfinde. “Auch bei Regen.” Und so treffe ich in Duisburg Claudia und Claudia, die genauso nett wie fahrtechnisch versiert sind. Holger schießt noch ein Vorher-Foto, und in weniger als zehn Minuten sind wir bereits über die Autobahnbrücke hinweg gesaust und mitten im Wald. Schon nach den ersten Metern müssen wir Bäumen ausweichen, die entwurzelt auf den Wegen liegen. Friederike hat ganze Arbeit geleistet. Stöcke, Äste, Zweige, Stämme …

Gestatten, Schnurri 2

Das ist mein Fahrrad, Schnurri 2. Ein hübsches, schnelles und bequemes Mountainbike vom deutschen Hersteller Corratec – das Corratec X-Vert S Miss C. Ich habe es vor drei Jahren beim Iko in Raubling (die Gegend dort ist meine zweite Fahrrad-Heimat) gekauft. Schön, oder? Das war natürlich nicht der Hauptfaktor, klar. Aber mir gefällt, dass Schnurri ein bisschen bunt ist. Der Iko-Mensch hat mich vorher ausgemessen, abgemessen, ausgefragt und mir massig Räder zum Probieren gegeben. Während ich auf dem extra angelegten Probefahrt-Gelände vor dem Geschäft Probe gefahren bin, gaben der Iko-Mensch und Christoph mir viele Hinweise und stellten viele Fragen. Worauf ich beim Schalten achten solle. Ob mir das Rad nicht zu klein sei. Nein, sagte ich und probierte vorsichtshalber eines, das ein wenig größer war. Besser, meinten der Iko-Mensch und Christoph. Wie auf der Streckbank, meinte ich. Völlig wurscht, ob der Sattel oder Lenker noch verstellt wurden. Das fühlte sich einfach zu – gestreckt an. Da kann das etwas kleinere Modell tausendmal “irgendwie zu klein” aussehen. Es fühlte sich besser an; ich hatte es besser unter Kontrolle (da ich …

Sieht steil aus. War auch steil. Aber es hat echt geklappt!

Jump jump

Manchmal überkommt es mich. Dann will ich toll sein und schnell und cool. Dann sitze ich vor meinem Computer und schaue auf Youtube wilde Videos von Bikern an, die auf sehr gefederten Rädern sehr steile Abhänge, hübsch bestückt mit Wurzeln und Steinen, hinunterflitzen (seitdem werden mir auf Youtube übrigens immer Videos wie “Krawatte richtig binden” empfohlen, und die eingeblendete Werbung legt mir den Kauf von Aftershave nahe). “Will ich auch”, denke ich dann immer. Irgendwann hat es mir mit dem Denken gereicht, und ich beschloss, das coole Bergabfahren zu lernen, zumindest ein bisschen. Ein wenig im Internet recherchiert und bei Ridefirst den Level 1-Kurs in Düsseldorf gebucht. Coach Marc Brodesser hat erstmal an Schnurri 2 herumgeschraubt. Sattel runter, Luft raus, Bremsen verschoben. Fühlte sich gleich besser an. Ich wäre natürlich am liebsten direkt die flowigen (jaaahaaa, so nennt man das in Fachkreisen) Trails im Grafenberger Wald heruntergerollt oder hätte nach einmal Vormachen sofort einen perfekten Bunny Jump hingelegt. Stattdessen übten wir zunächst. Übten übten übten. Grundposition. Balance. Haltung (“Wie ein Cowboy”). Und ganz wichtig: Bremsen. Vorne und …