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Schorle und Segmente

Die Radflamingos freuen sich: Spontaner Ride am Samstagmorgen ab Kempen. Und noch spontaner hat Maren von Ichhasselaufen Bruno ins Auto gepackt und sich uns angeschlossen. Die Sonne schien, die Vögel flöteten, wir sahen fantastisch aus. Läuft. Da es sich um Nessis und meinen “Home Turf” handelte, zeigten wir natürlich auch wo’s langging und erklärten, was es so zu sehen gab (Niederrheiner erklären ja gerne). Ich erklärte, dass das da links die Abtei Mariendonk sei, sich im Gebäude rechts eine Champignonzucht befinde und dass da vorne die Niers fließe, auf der man wunderbar paddeln könne. Außerdem lief die ganze Tour  unter dem Projekt “Höhenmeter sammeln”.  Das fand Maren bestimmt sehr lustig, denn sie war gerade im Höhentrainingslager auf Mallorca und hat schätzungsweise 10.000 Höhenmeter in den Beinen. Nach ein paar Kilometern fragte Maren vorsichtig, wann denn der Berg (man beachte den Singular!) komme. Hinter dem Kloster ging es dann auch irgendwann ein bisschen bergauf. Selbstverständlich versäumte ich es nicht, Maren darauf hinzuweisen. “Aber das ist nur ein bisschen. Natürlich wird es NOCH steiler”, erläuterte ich. Kurz vor der Hinsbecker Jugendherberge nämlich. Und anstrengender wird’s auch. …

Konfetti. Die erste 100er ist geschafft.

Ich habe mit 40 Kilometern gerechnet. Maria aber 80 aufs Gerät geladen. Aufgefallen ist es uns bei Kilometer 39. Ein bisschen verfahren und ne Extrarunde, schon ist die für’s nächste Frühjahr anvisiserten 100 Kilometer abgerissen. Hoppla. In dieser Woche hatte ich mich mit ein paar (noch unbekannten) Mädels aus der Gegend verabredet, um eine kleine Kennenlernrunde am Samstag zu fahren. Es kam manchen Wichtiges dazwischen, aber Maria und ich wollten eine ihrer drei liebsten Runden drehen. Ich schrieb ihr, wir könnten doch ihre Runde 1 nehmen, ich fand die flachen 40 Kilometer nach meiner Tour Le Chat irgendwie ganz aufbauend und quatschen wollte ich ja auch. Ich hatte sogar forsch behauptet, wir könnten am Neanderthalermuseum Kaffeekuchen machen. Naja, meine Geografiekenntnisse. Ähm. Ja. Maria fuhr flott voraus, wir verfranzten uns kurz am Rhein, harmlos. Als mir nach fast 40 Kilometern auffiel, dass wir irgendwo in Grevenbroich sind, statt zurück in Bilk, fiel uns auf, dass wir über komplett unterschiedliche Touren gesprochen hatten. Irritation. Ich: “So weit bin ich noch nie gefahren. Das geht nicht. Das geben meine Beine nicht her!” Sie: “Doch das schaffst Du. Wir essen auch …

Gruppenfahrt-Premiere

Zuerst bin ich auch nur mit Dominik durch die Gegend gedüst. Er hat nämlich einen guten Orientierungsinn, also so’n Navi-Garmin, das auch Strava-Segmente kann. Es piepst – mein Signal für “Wir treffen uns an der nächsten Brücke” – und er rast los. Dann fahre ich ebenfalls ambitioniert, aber mit hohem Puls, hinterher. Für Frauen ist es echt nett mit diesen Segmenten, denn auf 135 Männer, die die Strecke fahren kommen nur 8 Frauen, die sich dann ihr Profil mit kleinen digitalen Pokälchen und Krönchen verzieren. Befriedigend, finde ich. Doch bin ich ja noch eine echte Anfängerin auf dem Rennrad. Um die 350 km habe ich seit August darauf zurückgelegt. Bisher bin ich noch nie alleine gefahren. Das scheint mir auch eine größere Herausforderung zu sein, denn ich verfahre und verlaufe mich so oft. “Lalala, guck mal Schafe, oh, da hinten tolles Abrisshochhaus, lass mal da lang, da gibt es veganes Eis.” Und schwupps, bin ich verloren gegangen. Dann letzte Woche, tatsächlich, da ich beim Radfahren immer so viel Denken und Quatschen muss und es immer auf Kaffeekuchen hinausläuft, verkündet er, eigene Pläne für Sonntag zu …