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“Eine verdammte Befreiung”

Ha! Wir haben einen Gastbeitrag! Wir freuen uns riesig, dass Maren von ichhasselaufen für die Radflamingos über eine ihrer weiteren großen Lieben schreibt – Cyclocross. Radflaminga Mareike wurde schon längst angesteckt (später mehr) und Flaminga Annette überlegt, wie sie dem Gatten das nächste Fahrrad schmackhaft machen kann. Denn ein Crosser muss her. Warum? Maren gibt die Antwort: Der Flamingowinter endete offiziell mit dem März. Von mir aus könnte er aber auch gern noch einmal von vorn beginnen, denn ich besitze jetzt einen Crosser. Und weil Cyclocross die Radsportdisziplin für ekliges Wetter ist, werde ich beim nächsten Wintereinbruch keine Ausreden mehr haben, nicht auf dem Rad zu sitzen. Entzückend! Und jetzt darf ich auch noch in diesem Gastbeitrag so lange vom querfeldein Radeln schwärmen, bis ich bei Annette, Mareike und sämtlichen Radflamingo-Sympathisanten Cyclocross-Begehrlichkeiten geweckt habe. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich fahre gern Rennrad. Sehr gern sogar. Ich liebe das Gefühl, wenn das Rad fast wie von selbst über den Asphalt fliegt, den Wind im Gesicht, den surrenden Freilauf. Ich fahre gerne schnell (Annette kann …

Kaffeefahrt mit Heizdecke

Während die Tour-de-France-Profis tausend Kilometer weiter südlich zu einer anstrengenden Bergetappe mit Dauerregen, Hagel und schwarzen Wolken aufbrechen, rüsten wir uns für die (wahrscheinlich) sommerlichste Ausfahrt des Jahres. 30° Grad. Die Sonne knallt. Mareike füllt unsere Trinkflaschen nach Rennradzeitschrift-Rezept mit Wasser, frisch gepresster Limette, Salz und Honig. Gegen mögliche Hungeräste beulen Bananen und „Freche Freunde Früchte Quetschbeutel“ unsere Trikottaschen aus. Damit wir auch wirklich genug Energie zuführen, hat Mareike (die die Strecke erstellt hat) einen Zwischenstopp in der Biobäckerei Schomakers in Rheurdt geplant. Sicherheitshalber ist die Krümelküche in Duisburg das Ziel unserer Tour. Am Bahnhof treffen wir Maren, Naomi, Leonie und Julia. Wir stellen fest, dass Rennräder und dementsprechende Bekleidung äußerst praktisch sind, um sich in Menschenmassen gegenseitig (teils zum ersten Mal ) zu erkennen. Wir rollen durch Duisburg, über den Rhein nach Homberg (erster Anstieg! Vom Deich die Brücke hoch!) und dann Richtung Baerl.  Die Nicht-Niederrheinerinnen in unserem Sechser-Peloton bewundern die Landschaft mit “Ahh”, “Ohh”, “Voll grün”, “Diese Felder” und ähnlichen Ausrufen des Wohlgefallens. Das erfüllt mich aus Gründen, die Hanns-Dieter Hüsch wahrscheinlich hätte …

Schorle und Segmente

Die Radflamingos freuen sich: Spontaner Ride am Samstagmorgen ab Kempen. Und noch spontaner hat Maren von Ichhasselaufen Bruno ins Auto gepackt und sich uns angeschlossen. Die Sonne schien, die Vögel flöteten, wir sahen fantastisch aus. Läuft. Da es sich um Nessis und meinen “Home Turf” handelte, zeigten wir natürlich auch wo’s langging und erklärten, was es so zu sehen gab (Niederrheiner erklären ja gerne). Ich erklärte, dass das da links die Abtei Mariendonk sei, sich im Gebäude rechts eine Champignonzucht befinde und dass da vorne die Niers fließe, auf der man wunderbar paddeln könne. Außerdem lief die ganze Tour  unter dem Projekt “Höhenmeter sammeln”.  Das fand Maren bestimmt sehr lustig, denn sie war gerade im Höhentrainingslager auf Mallorca und hat schätzungsweise 10.000 Höhenmeter in den Beinen. Nach ein paar Kilometern fragte Maren vorsichtig, wann denn der Berg (man beachte den Singular!) komme. Hinter dem Kloster ging es dann auch irgendwann ein bisschen bergauf. Selbstverständlich versäumte ich es nicht, Maren darauf hinzuweisen. “Aber das ist nur ein bisschen. Natürlich wird es NOCH steiler”, erläuterte ich. Kurz vor der Hinsbecker Jugendherberge nämlich. Und anstrengender wird’s auch. …