Unterwegs
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Konfetti. Die erste 100er ist geschafft.

konfetti

Ich habe mit 40 Kilometern gerechnet. Maria aber 80 aufs Gerät geladen. Aufgefallen ist es uns bei Kilometer 39. Ein bisschen verfahren und ne Extrarunde, schon ist die für’s nächste Frühjahr anvisiserten 100 Kilometer abgerissen. Hoppla.

In dieser Woche hatte ich mich mit ein paar (noch unbekannten) Mädels aus der Gegend verabredet, um eine kleine Kennenlernrunde am Samstag zu fahren. Es kam manchen Wichtiges dazwischen, aber Maria und ich wollten eine ihrer drei liebsten Runden drehen. Ich schrieb ihr, wir könnten doch ihre Runde 1 nehmen, ich fand die flachen 40 Kilometer nach meiner Tour Le Chat irgendwie ganz aufbauend und quatschen wollte ich ja auch. Ich hatte sogar forsch behauptet, wir könnten am Neanderthalermuseum Kaffeekuchen machen. Naja, meine Geografiekenntnisse. Ähm. Ja.

Maria fuhr flott voraus, wir verfranzten uns kurz am Rhein, harmlos. Als mir nach fast 40 Kilometern auffiel, dass wir irgendwo in Grevenbroich sind, statt zurück in Bilk, fiel uns auf, dass wir über komplett unterschiedliche Touren gesprochen hatten. Irritation.
Ich: “So weit bin ich noch nie gefahren. Das geht nicht. Das geben meine Beine nicht her!”
Sie: “Doch das schaffst Du. Wir essen auch ein Eis am Ende.”
Ich: “Was nützt mir ein Eis, wenn ich tot bin.”

Sie musste häufiger auf mich warten. Oben, vorne, Ampel. Maria ist wirklich richtig, richtig sportlich und fährt einen ziiiiiemlichen kraaaasssen Schnitt. Und dann sind wir also diese 80 Kilometer weit gefahren. Waren aber wegen einiger Ungereimtheiten des GPS noch ungefähr 15 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Und wenn wir 95 fahren werden, dann können wir auch 100. Und dann standen wir fast am Ziel und uns fehlten noch 200 Meter zu den 100. Die sind wir dann noch extra gefahren. Um den Block. Punktlandung.

Ungeplante 100 sind doch irgendwie feinfein. Ich glaube, sie hat während der 4 Stunden nicht mal gegessen. Ich habe bei einer ganz ganz kurzen Pinkelpause heimlich mein klitzekleines Butterbrot verdrückt. Lechz.

 

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Hallo, ich bin Mareike (36), Illustratorin aus Duisburg. Ich fahre chaotisch-ambitioniert auf meinem neuen Rennrad. Überlege, Rad-Aktivistin zu werden, während ich mit Kater, Mann und Kaffee auf dem Sofa rumlümmel.

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